Kräuter: Richtig sammeln

Kräuter: Richtig sammeln

Wenn Sie Kräuter sammeln gehen, machen Sie dies bewusst und achtsam. Das Unwort „Unkraut“ prägt unsere Generation, dabei sind es doch oft gerade diese „Unkräuter“ die voller Kraft stecken und die auch von unseren Vorfahren seit Jahrhunderten verwendet wurden. Richten Sie Ihre Wahrnehmung bewusst auf all die wunderbaren Pflanzen und Sie werden erkennen welch Vielfalt uns von der Natur geboten wird. Jedes dieser grünen Lebewesen hat seinen Platz, seinen Zweck, seine Aufgabe und seine eigenen Kräfte. Und diese Kräfte können wir uns zu Nutze machen.

Die alten Medizinmänner und Schamanen sammelten die Pflanzen meist im Zuge von Ritualen. Zum Beispiel, zu bestimmten Tageszeiten, nach einer rituellen Reinigung oder in bestimmter Bekleidung.  Zugegeben, das wäre wohl in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellbar. Jedoch ist eine bewusste Verbindung mit der Natur und den Pflanzen, sowie die Absicht die besonderen Pflanzen für den aktuellen Zweck zu finden, für mich ein wichtiger Teil des Sammelns.

Das Sammeln:

  • Sammeln Sie nur gesunde Pflanzen und lassen Sie immer genügend Pflanzen zur weiteren Vermehrung stehen. Nicht zu viel sammeln, es reicht ein Vorrat für ein Jahr, denn im nächsten Jahr beschenkt uns die Natur mit neuen, kräftigen Pflanzen.
  • Sammeln Sie die Pflanzen dort, wo kein Kunstdünger, Unkrautvernichter oder sonstiges verwendet wird. Also auch nicht am Rain neben landwirtschaftlichen Feldern, außer Sie sind sich sicher, dass es sich dabei um biologische Landwirtschaft handelt. Auch direkt neben Straßen oder Zugverbindungen sollten Sie keine Pflanzen sammeln.
  • Blüten und Blätter (das Kraut) werden am besten bei voller Blüte, möglichst bei Sonnenschein und um die Mittagszeit gesammelt. Dann enthalten Pflanzen die meisten ätherischen Öle und sind besonders kräftig. Wer will kann sich bei der Ernte auch nach den Mondphasen richten.
  • Wurzeln sammelt man am Besten im Winter oder Vorfrühling. Wenn die Pflanze Ihre Kräfte für den Winter ganz in Ihre unterirdischen Teile zurück gezogen hat.
  • Die Pflanzen werden sorgsam abgebrochen oder abgeschnitten. Am besten mit einem Keramik- oder Kupfermesser oder ganz nach Druidenmanier mit einer Kupfersichel. Eisen, so sagt man, kann die Schwingung der Pflanzen schwächen.

Für den Transport verwendet man am besten Körbe oder Stoffbeutel.

Ich selbst vermeide Plastiksackerl, da diese – abgesehen vom Umweltgedanken – nicht luftdurchlässig sind.

Kommentare sind geschlossen.